Rottendorf. Bereits im Jahr 1999 initiierte Berta Hüttl im Haus der Begegnung (HdB)einen Strickkreis, der sich seither mit großem Engagement für bedürftige Menschen einsetzt. Die Gruppe trifft sich regelmäßig einmal im Monat und verbindet dabei Handarbeit mit sozialem Einsatz und Gemeinschaft.
Auch in diesem Jahr konnten sich zahlreiche Empfänger über die selbstgefertigten Stricksachen freuen. Insgesamt wurden 36 Mützen, 23 Stirnbänder, 37 Schals, 9 Paar Handschuhe, 72 Paar Socken, 9 Loop-Schals, 14 Stulpen, 3 Dreieckstücher sowie 2 Decken hergestellt.Zusätzlich verkaufte der Strickkreis über das gesamte Jahr hinweg seine Handarbeiten in Rottendorf. Dabei kam eine beachtliche Spendensumme zusammen. Ergänzt wurde diese durch eine großzügige Spende von Elisabeth May in Höhe von 100 Euro. Insgesamt konnten schließlich 650 Euro an Michael Lindner-Jung, Geschäftsführer der Bahnhofsmission Würzburg, übergeben werden.
Wie gewohnt fand das Treffen in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Gebäck statt. In diesem Rahmen wurden zudem 48 Paar selbstgestrickte Babysöckchen an die KoKi-Netzwerk frühe Kindheit des Landratsamtes Würzburg für die Familienbesuche übergeben. Diese nahm Christine Dawidziak-Knorsch dankend entgegen. Als Zeichen der Anerkennung bedankte sie sich mit einem duftenten Frühblüher, einem Glas Honig sowie kuscheliger Wolle für den Strickkreis.
Neben dem sozialen Engagement kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz: Es gab viel Gesprächsstoff und reichlich Anlass zum Lachen. Besonders freute sich die Runde über die Erwähnung des Strickkreises in einem Radiointerview auf Bayern 1, das im Januar mit Michael Lindner-Jung geführt wurde.
Der Strickkreis im Haus der Begegnung zeigt damit eindrucksvoll, wie aus gemeinsamer Handarbeit über viele Jahre hinweg gelebte Solidarität entsteht. Mit viel Herz, Zeit und Engagement leisten die Mitglieder einen wertvollen Beitrag für Menschen in schwierigen Lebenslagen – und machen zugleich deutlich, dass Gemeinschaft und Nächstenliebe auch nach mehr als 25 Jahren nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
Jeannine Viglione, HdB-Leiterin
